Andacht am 6. Sonntag nach Ostern (Exaudi)

Anfangen: In deinen Händen, Herr, steht unsere Zeit. Denke an mich in deiner Gnade. Erhöre mich und hilf mir.

Eröffnung: „Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe“ – der Sonntag „Exaudi“ verdankt seinen Namen dem Wochenspruch aus Psalm 27. Er dückt den Wunsch aus, dass Gott unser Rufen hört. Hört uns Gott? Wo bist du Gott in dieser Welt? Viele Menschen vermissen Gott – andere bezeugen, dass es ihn gibt. Wir bitten, dass Gottes guter Geist zu uns kommt und uns begleitet.

Lied: (EG 128)

  1. Heilger Geist, du Tröster mein, hoch vom Himmel uns erschein mit dem Licht der Gaben dein.

2. Komm, Vater der armen Herd, komm mit deinen Gaben wert, uns erleucht auf dieser Erd.

3. O du sel’ge Gnadensonn, füll das Herz mit Freud und Wonn aller, die dich rufen an.

4. Ohn dein Beistand Hilf und Gunst ist all unser Tun und Kunst vor Gott ganz und gar umsonst.

5. Führ uns durch die Lebenszeit, gib im Sterben dein Geleit, hol uns heim zur ewgen Freud.

Text: Joh 16, 5-15
Jetzt aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und niemand von euch fragt mich: Wo gehst du hin? Doch weil ich dies zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Trauer. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden. Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht; über die Sünde: dass sie nicht an mich glauben;
über die Gerechtigkeit: dass ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht seht; über das Gericht: dass der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen.
Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in aller Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er’s nehmen und euch verkündigen.
Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt:
Er nimmt es von dem Meinen und wird es euch verkündigen.

Gedanken zum Text
Jesus nimmt Abschied von seinen Jüngern.
Abschiede sind immer ein Einschnitt in unserem Leben.
Manchmal werden sie positiv wahrgenommen.
So wie in Hermann Hesses Gedicht „Stufen“:
„Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne.
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.“

In den meisten Fällen aber sind Abschiede mit Trauer und Zukunftsängsten verbunden.
So wie im bekannten Lied der Pfadfinder:
„Nehmt Abschied, Brüder, ungewiss ist alle Wiederkehr.
Die Zukunft liegt in Finsternis und macht das Herz uns schwer.“
Angst vor der Zukunft und Trauer über den Abschied Jesu, das ist die Situation der Jünger.
„Weil ich dies zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Trauer“, sagt Jesus.
In diese Situation hinein will Jesus den Heiligen Geist senden.

Der Heilige Geist als Beistand
Ich denke, wir können uns gut hineinversetzen in die Situation der Jünger von damals.
Kein Wunder, dass ihr Herz voll Trauer ist und sie in der Gefahr sind zu resignieren. Über Jahre hinweg waren sie mit Jesus zusammen und haben engsten Kontakt mit ihm gepflegt.
Sie haben erlebt, wie er sich den Menschen zugewendet hat.
Jeder und jede von ihnen war selber von seiner Liebe überwunden worden und hatte eine neue Lebensperspektive bekommen.
Wenn sie etwas bewegte, konnten sie ihn fragen.
In allen Lebenslagen konnten sie sich Jesus anvertrauen.
Da war es doch kein Wunder, wenn ihnen dieser Abschied das Herz schwer machte.

Wie sollte es jetzt weitergehen ohne ihn?
Wie sollten sie ohne ihn durchkommen durch die dunklen Täler und die Durststrecken auf dem Weg?

Jesus weiß um ihre Sorge. Er sieht die Not seiner Leute in dieser Welt.
„In der Welt habt ihr Angst“, stellt er ganz realistisch fest.
Und er nimmt wahr, wenn seine Gemeinde in der Gefahr ist zu resignieren.
Ängste und Resignation sind ja auch uns nicht fremd.
Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten machen vielen Menschen Angst.
Die Situation unserer Kirche, die zurückgehenden Mitgliederzahlen, weniger Teilnehmende bei den Gottesdiensten, die Reduzierung von Pfarrstellen und Zusammenlegungen von Gemeinden, die radikalen Einsparungen erzeugen eine Stimmung der Trauer und Resignation bei vielen Gemeindegliedern.
Dazu kommen die persönlichen Belastungen und Nöte, die wir in diesen Gottesdienst mitgebracht haben.

Das alles sieht Jesus. Er weiß, was uns umtreibt. Er überspielt das nicht.
Und dennoch, gerade angesichts der Traurigkeit seiner Jünger, sagt er:
Es ist gut für euch, dass ich weggehe, dass ich zum Vater gehe. Sonst kann der Heilige Geist nicht zu euch kommen. Ich muss Platz machen für diesen anderen.
Nur das Johannesevangelium spricht in dieser Weise vom Heiligen Geist.
Das griechische Wort, mit dem das Johannesevangelium den Heiligen Geist bezeichnet, bedeutet Beistand, Anwalt und Fürsprecher beim Gericht. Also einer, der einem beisteht und für einen einsteht, wenn es schwierig wird.
In manchen Bibelausgaben wird der Ausdruck auch mit Helfer und Mutmacher übersetzt.
Martin Luther hat in seiner Übersetzung den Ausdruck Tröster gewählt.
Wohl deshalb, weil Trost in seiner Zeit einen viel umfassenderen Sinn hatte als bei uns heute.
Da geht es nicht nur darum, dass da jemand Trostpflästerchen verteilt und die Tränen abwischt. Das auch! Aber Trost ist im Verständnis der Reformatoren viel mehr.
Trost ist all das, was ein Menschenleben hält und trägt, worauf man wirklich sein Vertrauen setzen kann.
In diesem Sinn heißt die erste Frage im Heidelberger Katechismus: „Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben?“ Und die Antwort lautet: „Dass ich mit Leib und Seele meines getreuen Heilands Jesus Christus eigen bin.“
Das bewirkt der Heilige Geist, den Luther einen Tröster nennt.
„Ich will euch diesen Tröster senden“, sagt Jesus. Und das ist gut für euch.
Denn nur so kann ich euch ganz nahe sein, wenn ich beim Vater bin.
Und nicht nur euch, sondern allen Menschen zu jeder Zeit und auf der ganzen Welt, in allen Situationen eures Lebens.
Durch den Tröster – Geist macht Jesus sein Versprechen wahr: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“
Wir sind nicht allein. Durch seinen Tröster-Geist ist Jesus selber uns nahe. Wir können uns an ihn wenden im Gebet. Er schenkt uns Kraft und Mut, mit ihm zu leben und seine gute Botschaft anderen Menschen weiterzusagen.
Der Heilige Geist öffnet die Augen
„Der Heilige Geist wird der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht.“ Die Welt, die ganze Menschheit ist angesprochen. „Sie wird überführt“, heißt es wörtlich.
Wie bei einer Gerichtsverhandlung wird sie ins Unrecht gesetzt, wenn sie Gottes Wirklichkeit nicht erkennt.
Wo der Heilige Geist nicht wirkt, da bleiben unsere Augen verschlossen für die Situation, in der wir Menschen uns befinden und für Jesu Kreuz und Auferstehung.
Mit den drei Begriffen Sünde, Gerechtigkeit und Gericht wird das deutlich gemacht.
Der Heilige Geist öffnet die Augen für die Sünde. Sünde wird von den Leuten moralisch verstanden. „Ein Sünder bin ich doch nicht, ich habe doch niemand etwas Böses getan“, bekommt man dann zu hören. „Ich bin auch nicht schlechter als andere Leute.“ Mit Sünde ist in der Bibel aber etwas Grundsätzlicheres gemeint. Gott will Herr sein in unserem Leben, wir aber wollen unsere eigenen Herren sein. Gott hat eine Bestimmung, ein Ziel für unser Leben. Wir sollen aus seiner Liebe leben und diese Liebe anderen Menschen erweisen. Wir aber leben an unserer Bestimmung vorbei. Das können wir nur erkennen, wenn der Heilige Geist uns die Augen öffnet. Er bringt uns zu der Erkenntnis, dass wir Sünder sind. In diesem Sinn hat Martin Luther gesagt: Auch die Sünde muss geglaubt werden.
Das Zweite ist die Gerechtigkeit. Wir denken dabei zuerst an die Rechtfertigung, die Jesus uns im Glauben schenkt. Hier ist aber die Rechtfertigung gemeint, die Jesus selbst erfährt. Jesu Tod am Kreuz ist nicht sein Scheitern. Er ist nicht im Tod geblieben. Er ist auferstanden und kehrt zurück zu seinem Vater im Himmel. Damit wird er gegenüber der Welt ins Recht gesetzt.
Das dritte Stichwort ist Gericht. Mit seinem Tod am Kreuz hat Jesus das Gericht über die Sünde der Welt getragen. Das Böse hat damit seine endgültige Macht verloren. Jesus ist Sieger.
Aus eigener Vernunft können wir das nicht erkennen, es braucht die durch den Heiligen Geist geöffneten Augen. Darum dürfen wir bitten.
In diesem Sinn heißt es in einem Gesangbuchvers:
„Jesus, gib gesunde Augen, die was taugen,
rühre meine Augen an.
Denn das ist die größte Plage,
wenn am Tage man das Licht nicht sehen kann.“
Der Heilige Geist macht uns Jesus wichtig und hält uns fest bei ihm
„Er wird mich verherrlichen. Von dem Meinen wird er’s nehmen und es euch verkündigen“, sagt Jesus über den Heiligen Geist. Er lädt zum Glauben ein, so wie Jesus es getan hat: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Aufatmen sollt ihr und frei sein!“ Diesen barmherzigen und liebevollen Jesus stellt uns der Heilige Geist vor Augen und macht ihn zum Mittelpunkt unseres Lebens. Und er hält uns fest bei ihm. So haben wir es gelernt: „Der Heilige Geist hat mich durchs Evangelium berufen und im rechten Glauben geheiligt und erhalten.“ So wird Jesus durch den Heiligen Geist verherrlicht.
Vor vielen Jahren hat man in Rom eine merkwürdige Zeichnung aus der Anfangszeit des Christentums entdeckt. Sie ist in Stein geritzt. Ein Mensch ist darauf abgebildet. Dieser Mensch hängt an einem Kreuz und trägt den Kopf eines Esels. Dieser gekreuzigte Esel wird von einem Menschen angebetet. Mit erhobenen Händen, in der Gebetshaltung der ersten Christen steht er da. Offensichtlich handelt es sich um eine Zeichnung, in der ein Christ verspottet wird. „Alexamenos betet seinen Gott an“, ist in lateinischer Sprache daruntergeschrieben.
Der Raum, in dem die Zeichnung gefunden hat, gehörte zu einer Schule, in der Sklaven zu Dienern am kaiserlichen Hof ausgebildet wurden. Alexamenos, der junge Christ, wurde von seinen Mitschülern verspottet. Sein Glaube erschien ihnen als eine tolle Eselei. Wie konnte man einen Gekreuzigten als Gott verehren? Alexamenos mag sich alleingelassen vorgekommen sein in dieser feindlichen Umgebung. Aber offenbar hat der Spott bei Alexamenos seine Wirkung verfehlt. Denn in einem Nebenraum hat man noch eine andere Inschrift gefunden. „Alexamenos fidelis“ steht da geschrieben, „Alexamenos bleibt treu“. Der junge Mann hat seinen Glauben durchgehalten. Alexamenos war nicht allein, sein Herr Jesus Christus war bei ihm und hat ihn festgehalten durch seinen Heiligen Geist.
Egal, was uns den Glauben schwer macht, Jesus ist auch bei uns durch den Heiligen Geist und hält uns im Glauben fest. Amen.

Fürbitte
Gott, wir sind müde geworden.
Es gibt so viel Einsamkeit, Trostlosigkeit, Elend.
Gewalt, Verachtung, Unrecht.
Krieg – an so vielen Orten gleichzeitig.
Für wen sollen wir beten?
Für wen sollen wir deine Engel erbitten?
Im Vertrauen auf deine Barmherzigkeit
beten wir heute für alle,
die anderen zu Engeln werden.
Für die Menschen, die in Tafeln arbeiten
und in Obdachlosenunterkünften bitten wir: Erbarme dich, Gott.
Für die Lehrerinnen und Lehrer,
die unermüdlich Kinder auf ihrem Weg ins Leben begleiten,
bitten wir: Erbarme dich, Gott.
Für alle, die geflüchteten Menschen beistehen,
bitten wir: Erbarme dich, Gott.
Für alle Ärztinnen, Pfleger, Feuerwehrleute
und Katastrophenhelfer in den Kriegsgebieten,
die ihr Leben für andere riskieren,
bitten wir: Erbarme dich, Gott.
Für alle, die die Hoffnung auf Frieden nicht aufgeben
und sich für Versöhnung einsetzen,
bitten wir: Erbarme dich, Gott.
Für Menschen jüdischen, christlichen und muslimischen Glaubens,
für Andersgläubige und Ungläubige,
die nicht müde werden, miteinander zu reden,
bitten wir: Erbarme dich, Gott.
Für die Menschen, die heiter und unbefangen
alle Vorurteile beiseiteschieben,
bitten wir: Erbarme dich, Gott.
Für alle Kirchen, Gruppen und Initiativen,
die deine Liebe leben und ausstrahlen,
bitten wir: Erbarme dich, Gott.
Sei den Müden nahe und schütze die Wachen.
Jetzt und allezeit. Amen.

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Segen

Es segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Amen.

(Lektorinnen Ulrike Günther / Petra Müller)

Online-Angebote zu Weihnachtszeit und Jahreswechsel

  • Angebote der Luthergemeinde

Andacht (mit Audio) zu Heiligabend (Pfr. Olaf Wisch)

Andacht zum Christfest (Pfr. Olaf Wisch)

Andacht (mit Audio) zum Altjahrsabend (Pfr. Dr. Georg Bucher)

  • Angebote des Kirchenkreises

Die Weihnachtsgeschichte des Lukasevangeliums als Simpleshow:

Christvesper – Aufzeichnung aus der Johanneskirche und vom halleschen Bahnhof: am 24. Dezember ab 13 Uhr unter http://www.tvhalle.de abrufbar. Im Anschluss wird der Beitrag auch über die Mediathek verfügbar sein.

Online-Wandel-Gottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag: Ab 10 Uhr sehen Sie am 1. Weihnachtsfeiertag hier einen Onlinegottesdienst aus den Kirchen Lieskau, Dölau und Lettin.

  • Angebote der Landeskirche

Die Onlinekirche der EKM bietet ab 24. Dezember ein digitales Krippenspiel an. Besuchen Sie folgenden Link: https://onlinekirche.ekmd.de/projekte/christvesper-und-digitales-krippenspiel-der-onlinekirche.html

Lichtobjekt „Lutherkirche“

NEUE AUFLAGE ab sofort erhältlich!

Der hallesche Künstler Franz Gabriel Walther hat für seine Serie der „Lichtobjekte“ ein neues Motiv kreiert – die Lutherkirche und sakrale Gebäude in ihrer Nachbarschaft.

Diese zierlichen Tischleuchten für Kerzen oder kleine LED-Ketten sind  wunderbar gestaltet mit Bildern von der Lutherkirche, der Kirche zur Heiligsten Dreieinigkeit mit dem Wasserturm Süd, der Johanneskirche und der Kapelle des Südfriedhofes.
Das Besondere an diesen kleinen Kunstwerken sind die ausgestanzten filigranen Öffnungen, die den Betrachter glauben machen, dass einige Fenster hell erleuchtet sind, der Mond scheint und die Sterne leuchten oder aus einer geöffneten Tür das Licht herausdringt.

Diese Lichtobjekte sind nicht nur ein ausgefallenes Geschenk für liebe Menschen, auch für den eigenen Tisch sind sie, gerade wenn die Tage kürzer werden, ein stimmungsvolles Detail.

Wir freuen uns sehr über das große Interesse an den „Lutherkirche“-Lichtobjekten! Die zweite Auflage steht ab sofort zur Verfügung.

In der Luthergemeinde können die Lichtobjekte dann wieder gegen eine Spende von 12,00 € pro Stück erworben werden. Im Anschluß an die Gottesdienste oder während der Sprechzeiten des Gemeindebüros (Dienstags von 16-17.30 Uhr und Mittwochs von 10-12 und 17 – 18.30 Uhr).

Gottesdienst

Konfirmationsgottesdienst mit Abendmahl und Kindergottesdienst am Pfingstfest

Am Pfingstfest erleben die Freunde Jesu die Kraft des Heiligen Geistes, der ihnen Mut und Vertrauen gibt die Erfahrungen, die sie mit Jesus und seiner Botschaft gemacht haben, an die Menschen in Jerusalem weiter zu geben. Von dort aus breitete sich die Botschaft von Jesus immer weiter aus. Deshalb gilt das Pfingstfest auch als Geburtstag der Kirche.

Wochenspruch für die Pingstwoche: „Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.“ (Sacharja  4,6)

Die Kollekte ist für das Evangelische Schulwerk /Schulgeldsozialfonds bestimmt.

Gottesdienstleitung: Pfarrer M. Brien / Gemeindepädagogin U. Simm

Ökumenische Initiative ZEITPATEN e.V.

Seit Ende April ist die Ökumenische Initiative ZEITPATEN ein bestätigter, amtlich eingetragener Verein. Diese Initiative in der Flüchtlingshilfe ist ja „ein gemeinsames Kind“ der Pfarrei St. Franziskus und der Luther-gemeinde.
Darauf sind wir sehr stolz.
Damit die sinnvolle und notwendige Integrationsarbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer künftig gut weiter geführt und eben auch finanziert werden kann, war die Gründung eines Vereins notwendig.
Die Luthergemeinde wird im Vorstand des Vereins von Karola Otto vertreten.
Sehr dankbar sind wir, wenn Sie die Arbeit des Vereins „Ökumenische Initiative ZEITPATEN e.V.“ unterstützen: als ehrenamtliche Mitarbeiter bzw. mit einer Geld- oder Sachspende.
Ansprechpartnerin ist die Koordinatorin Henriette Lattorff
(E-Mail: henriettelatorff@gmx.de).

Seniorenfahrt nach Wittenberg zum Asisi-Panometer

Schlechtes Wetter und Eiseskälte konnte uns die Laune nicht verderben und so stiegen wir am Mittag des 18. April frohen Mutes in den Bus, der uns nach Wittenberg zum Panometer bringen sollte.

Frau Kranich erzählte uns unterwegs viel vom bewegten Leben des Künstlers Jadegar Asisi (Der seine Schulzeit in Halle verbrachte!) und brachte uns auch die Entstehung des Wittenberger Panoramabildes nah. So gingen wir gut vorbereitet in die Ausstellung.

Die vielen Details, die mittelalterliche Geräuschkulisse, der Wechsel von Tag und Nacht und der Blick von der Aussichtsplattform auf das alte Wittenberg nahmen uns dann aber doch den Atem! Was gab es nicht alles zu entdecken: Luther beim Predigen, der Einzug des Kurfürsten in die Stadt, Martin und Katharina im Kreise der Familie, eine Hexenverbrennung, Bauern beim Handeln und so vieles mehr!

Die kleine Kaffeepause mit warmen Apfelkuchen war da eine willkommene Gelegenheit, um sich über all die Eindrücke auszutauschen und sich vor der Besichtigung der Schloßkirche ein wenig auszuruhen.

Auch die Fahrt zurück nach Halle, verging wie im Flug, mit einem kleinen Lutherquiz, Lutherwitzen und dem ortskundigen Busfahrer, der viel zu erzählen wusste über die Dörfer und Städte, durch die wir auf dem Rückweg kamen.

Kirchentag auf dem Weg Halle/Eisleben

Helfer gesucht: Werden Sie Teil der Kirchentagsgemeinschaft

Wer einmal Kirchentagsluft geschnuppert hat, wird diesen „Duft“ nie vergessen. Sie oder er wird Teil einer Gemeinschaft, die sich seit Jahrzehnten ungebrochenen Interesses erfreut. Vom 25.-28. Mai 2017 haben auch Sie beim Kirchentag auf dem Weg in Halle/Eisleben Gelegenheit eine ordentliche Prise Kirchentagsluft einzuatmen.

Und am besten erlebt man das Kirchentagsfeeling beim aktiven Mittun. Denn trotz aller Professionalität, dieses besondere Format lebt vom Engagement der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Ob am Verkaufsstand oder als Pressebetreuer, ob beim Catering oder als Einlasskontrolleur, ob als Shuttlefahrer oder Aufbauhelfer. Jeder kann nach seinen Fähigkeiten und (meist) auch Wünschen eine spannende Aufgabe beim Kirchentag finden. Und das schönste ist, man kann außerhalb seiner Dienstzeiten zum Preis eines Tagestickets gemeinsam mit anderen drei Tage lang feiern, diskutieren und seinen Glauben leben. Dazu gibt´s das begehrte Helfer-Halstuch, die kostenfreie Nutzung des ÖPNV´s und leckere Verpflegung mit interessanten Gesprächen in unserer Helferzentrale.

Noch Fragen? Kein Problem. Sandy Fiedler, die Referentin für das Reformationsjubiläum im Evangelischen Kirchenkreis Halle-Saalkreis, steht Ihnen gern Rede und Antwort. Und wer Lust hat, kann sich auch gleich hier anmelden. Das ist natürlich auch online unter www.kirchenkreis-halle-saalkreis.de/helfen möglich.

 

Kirchentag auf dem Weg Halle/Eisleben: Überraschend anders

Was verbinden Sie mit Kirchentag? Wahrscheinlich denken Sie an außergewöhnliche Gottesdienste, inspirierende Bibelarbeiten, energiegeladene Konzerte, fesselnde Theateraufführungen, meinungsbildende Diskussionsrunden und einnehmende Mitmachangebote. Aber was ist mit dröhnenden Hip-Hop-Beats, Graffiti-Workshops, Krimilesungen auf dem Gottesacker oder I,Slam – einem muslimisch geprägtem Poetry-Slam?

Zugegeben letztgenannte Veranstaltungsformate gehören nicht gerade zu den Kirchentagsklassikern. Aber der Kirchentag auf dem Weg Halle/Eisleben will mit seinem Angebot an den Tagen vom 25.-28. Mai 2017 mehr sein als klassisch. Er eint nicht nur zwei Städte, sondern verbindet programmatisch Bewährtes mit Moderne. Sandy Fiedler, verantwortliche Koordinatorin für die Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum: „Wir laden Sie ein einen außergewöhnlichen, wie spannenden Kirchentag in Halle und Eisleben zu genießen, den es so noch nie bei uns gegeben hat –auf jeden Fall ein Ereignis, das man nicht verpassen sollte.“

Überzeugen auch Sie sich vom Programm unter www.kadw2017.de. Tickets gibt es online oder in der halleschen Stadtinformation (Marktplatz).

Kirchentag auf dem Weg in Halle und Lutherstadt Eisleben: Ein Programm der Vielfalt

Gemeinsam den Glauben feiern, bedenken und gestalten. Und das über Gemeinde- und Kirchenkreisgrenzen hinweg. Mit dem Kirchentag auf dem Weg 2017 in Halle/Eisleben wollen wir genau das tun. Vom ersten Ton der Opernhaus-Inszenierung „Luther – Das Kantatenprojekt“ am 25. Mai 2017 bis zum Erlöschen des letzten Lichts der Marktkirchenillumination „luthERleuchtet“ am 27. Mai 2017 werden 250 abwechslungsreiche Programmpunkte Besucherinnen und Besucher von nah und fern in ihren Bann ziehen.

Was gibt es nicht alles zu erleben. Die ganze Bandbreite in wenigen Worten darzustellen ist fast unmöglich. Von Willkommensfest, Konzerten, Lesungen, Bibelarbeiten, Theater und Musicals, Familienkirchentag, Kirchennacht, (Kunst-) Andachten bis hin zu Workshops, Podiumsdiskussionen und der Verleihung des 4. Fotokunstpreises des Evangelischen Kirchenkreises Halle-Saalkreis erstreckt sich das Veranstaltungsangebot. Margot Käßmann und Bischöfin Ilse Junkermann werden als Bibelarbeiterinnen aktiv sein, Gerhardt Schöne den Lindenhof der Franckeschen Stiftungen mit Musik erfüllen, Chris Lass den halleschen Marktplatz zum grooven bringen und Ingo Bracke die Marktkirche erstrahlen lassen. All das ist nur die Spitze eines vielschichtigen Programm-Berges.

Überzeugen auch Sie sich vom Programm unter www.kadw2017.de. Tickets gibt es online oder in der halleschen Stadtinformation (Marktplatz).

Gestempelte Briefmarken für die Neinstedter Anstalten

Gerne möchten wir darauf hinweisen, dass in der Luthergemeinde auch weiterhin Briefmarken für die Neinstedter Anstalten gesammelt werden.

Bitte also keine benutzten Briefmarken wegwerfen, sondern einfach aus dem Umschlag rausreißen, sammeln und im Gemeindebüro abgeben, von wo aus sie dann nach Neinstedt weitergeleitet werden.